Übergang Schule-Beruf

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Potenzialanalyse an einem Gymnasium

Kein Abschluss ohne Anschluss - Damit allen Jugendlichen der Übergang Schule-Beruf gelingt

Landesvorhaben "Kein Abschluss ohne Anschluss" – Übergang Schule-Beruf in NRW neu gestalten

Kein Abschluss ohne Anschluss – nach diesem Motto führt Nordrhein-Westfalen ein landesweit verbindliches Übergangssystem ein. Es nimmt alle Schülerinnen und Schüler in den Blick und ermöglicht ihnen einen zielgerichteten Start in Ausbildung oder Studium. Verstärkt im Blick: Die Berufsausbildung im dualen System ist modern und bietet attraktive Zukunftschancen.

Das Landesvorhaben "Kein Abschluss ohne Anschluss" – zentrales Anliegen der NRW-Landesregierung

Die NRW-Landesregierung setzt sich mit aller Kraft dafür ein, den Übergang von der Schule in Ausbildung und Beruf nachhaltig zu verbessern. Kein Abschluss ohne Anschluss – nach diesem Motto führt Nordrhein-Westfalen als erstes Flächenland ein landesweit verbindliches Übergangssystem ein. Es nimmt alle Schülerinnen und Schüler in den Blick und ermöglicht ihnen einen zielgerichteten Start in Ausbildung oder Studium. Für jeden ausbildungsfähigen jungen Menschen soll es eine verbindliche Ausbildungsperspektive geben. Das schafft klare Wege für eine gute berufliche Zukunft und sichert die Fachkräfte von morgen.

Die Landesregierung informiert zum Vorhaben

Bei der Umsetzung des Übergangs Schule-Beruf, gefördert auch aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF), sind alle wichtigen Akteure einbezogen. Sie werden dabei von den Partnern im Ausbildungskonsens unterstützt. Zum Landesvorhaben "Kein Abschluss ohne Anschluss" informiert ein Internetportal.

Präventive Landespolitik – mit Unterstützung des Bundes

Das Landesvorhaben "Kein Abschluss ohne Anschluss" ist ein wichtiges Element der präventiven Jugend-, Sozial-, Wirtschafts- und Arbeitsmarktpolitik in Nordrhein-Westfalen. Ziel ist es, den jungen Menschen nach der Schule möglichst rasch eine Anschlussperspektive für Berufsausbildung oder Studium zu eröffnen und durch ein effektives, kommunal koordiniertes Gesamtsystem unnötige Warteschleifen zu vermeiden.

Der Bund unterstützt das Landesvorhaben und beteiligt sich bis 2020 mit rund 95 Millionen Euro. Die Mittel stehen für die Berufsorientierung zur Verfügung, gefördert werden vor allem Potenzialanalysen und praktische Berufsfelderkundungen.

Die Neugestaltung des Übergangs Schule-Beruf konzentriert sich auf vier zentrale Handlungsfelder, dabei bündelt die kommunale Koordinierung die Aktivitäten vor Ort.

Handlungsfeld 1: Studien- und Berufsorientierung stärken

Spätestens ab Klasse 8 erhalten alle Schülerinnen und Schüler eine verbindliche, systematische Berufs- und Studienorientierung. Neben der Ermittlung und Förderung von Potenzialen und berufsrelevanten Kompetenzen gehören dazu vor allem gezielte Praktika in Betrieben, um verschiedene Berufsfelder zu erkunden und eine kompetente Berufswahl zu ermöglichen. Schülerinnen und Schüler, die im Prozess der Berufs- und Studienorientierung eine besondere Förderung benötigen, können an Praxiskursen teilnehmen. (Schwer-)behinderte Jugendliche unterstützt das Programm STAR – Schule trifft Arbeitswelt.

Bis zum Ende der Schulzeit wird mit allen Schülerinnen und Schülern eine individuelle Anschlussperspektive erarbeitet und durch eine konkrete Anschlussvereinbarung dokumentiert. Die Eltern sind im Übergang Schule-Beruf wichtige Ansprechpersonen und Begleitende.

Handlungsfeld 2: Angebote im Übergang Schule-Beruf

Um die berufliche Orientierung und den Übergang in Ausbildung und Beruf von Jugendlichen in NRW zu verbessern, gibt es eine Reihe von Modellen und Maßnahmen, die mit Blick auf die Neugestaltung des Übergangs Schule-Beruf gebündelt werden. Das neue Programm Produktionsschule.NRW wird landesweit ausgebaut und ist ein wichtiger Baustein im Rahmen des Landesvorhabens "Kein Abschluss ohne Anschluss".

Handlungsfeld 3: Attraktivität der dualen Berufsausbildung erhöhen

Ein wichtiges Anliegen des Landesvorhabens ist es, die Attraktivität der dualen Berufsausbildung zu erhöhen. Die Berufsausbildung im dualen System ist modern und bietet exzellente Weiterbildungsmöglichkeiten. Dennoch sind die vielfältigen Chancen nicht ausreichend bekannt. Zur Attraktivitätssteigerung der dualen Ausbildung planen die Partner im Ausbildungskonsens NRW Informationskampagnen: Die Multiplikatorinnen und Multiplikatoren sollen im Rahmen der Berufsorientierung im Übergang Schule - Beruf gezielt informiert und sensibilisiert werden. Betriebe werden ermutigt, in Ausbildung zu investieren und so – in Zeiten des demografischen Wandels – den Fachkräftenachwuchs rechtzeitig zu sichern.

Handlungsfeld 4: Kommunale Koordinierung – Aktivitäten vor Ort bündeln

Bei der Umsetzung des neuen Übergangssystems haben die Kommunen eine wichtige Rolle und bündeln über die Kommunalen Koordinierungsstellen, gefördert aus Landes- und ESF-Mitteln, die Aktivitäten vor Ort. In allen 53 Kreisen und kreisfreien Städten sind mittlerweile Kommunale Koordinierungsstellen eingerichtet und haben ihre Arbeit aufgenommen. Zum Aufgabenspektrum der Kommunalen Koordinierungsstellen gehören: Ansprache und Zusammenführung aller relevanten Partner, Herstellung von Transparenz über Nachfrage- und Angebotsseite, Initiieren von Absprachen, Vereinbarungen zwischen den Partnern, Nachhalten der Wirksamkeit, Qualitätssicherung und Evaluierung auf lokaler Ebene.

Akteure und Partner im Übergangsprozess sind neben den Kommunen die Bundesagentur für Arbeit mit den Arbeitsagenturen und Jobcentern, Schulen/Berufskollegs, Jugendhilfe, Bildungsträger, Wirtschaftsorganisationen, Kammern und Gewerkschaften.

Das NRW-Arbeitsministerium unterstützt die Kommunen bei der Umsetzung und koordiniert auf Landesebene den Prozess im Ausbildungskonsens NRW. Die G.I.B. ist Ansprechpartner für die Kommunen und kommunalen Koordinierungsstellen und berät bei Fragen zur kommunalen Umsetzung des Landesvorhabens.

Berufliche Orientierung beginnt in der Schule. Videos erklären, was Jugendliche im Übergang Schule-Beruf erwartet

Drei Videofilme erklären wichtige Stationen im Übergang Schule-Beruf. In NRW beginnt die berufliche Orientierung ab der achten Klasse und wird durch besondere Angebote begleitet. Die Videos entstanden im Rahmen des Landesvorhabens „Kein Abschluss ohne Anschluss“. Sie informieren Eltern, Jugendliche und Unternehmen.

Praktikumsratgeber für Betriebe - Nachwuchsarbeit fördern

Der Ratgeber "Praxisphasen im Betrieb. Nachwuchsarbeit durch Berufsfelderkundungen und Betriebspraktika" informiert und unterstützt Betriebe in Nordrhein-Westfalen dabei, Praktika anzubieten und durchzuführen.Die Zentralstelle für die Weiterbildung im Handwerk (ZWH) hat den Ratgeber in Zusammenarbeit mit dem Westdeutschen Handwerkskammertag (WHKT) erstellt und veröffentlicht. Gefördert wurde die Broschüre vom Ministerium für Arbeit, Integration und Soziales NRW sowie dem Europäischen Sozialfonds (ESF).
Handwerksorganisationen und Handwerksbetriebe in NRW können den Ratgeber kostenfrei bei der ZWH bestellen:
vpickelmann@zwh.de

Kommunale Koordinierungsstellen und Kommunale Integrationszentren - Übergang Schule-Beruf migrationssensibel gestalten

"Kein Abschluss ohne Anschluss. Den Übergang Schule-Beruf migrationssensibel gestalten". So lautete der Titel einer Fachtagung am 10.09.2015 im Wissenschaftspark Gelsenkirchen. Ziel der Veranstaltung war, Handlungsansätze und Praxisbeispiele zur kooperativen Gestaltung des Landesvorhabens "Kein Abschluss ohne Anschluss" aufzuzeigen. Im Zentrum stand dabei die Zusammenarbeit der Kommunalen Koordinierungsstellen mit den Kommunalen Integrationszentren vor Ort. Durchgeführt wurde die Veranstaltung von der Gesellschaft für innovative Beschäftigungsförderung (G.I.B.) und der Landesweiten Koordinierungsstelle Kommunale Integrationszentren (LaKI).

Landesvorhaben unterstützt gendersensible Berufsorientierung im Übergang Schule-Beruf

Mädchen und Jungen wählen oft geschlechtstypische Berufe und Studienfächer, tatsächliche Potenziale bleiben so häufig ungenutzt. Eine gendersensible Berufsorientierung im Übergang Schule-Beruf ist deshalb ein wichtiges Anliegen des Landesvorhabens „Kein Abschluss ohne Anschluss“.

Das Projekt "Gendersensibilität erhöhen – Qualität im Übergang Schule – Beruf sichern" begleitet bei der nachhaltigen geschlechterspezifischen Umsetzung des Übergangs Schule-Beruf. Für die beteiligten Akteure und Akteurinnen werden qualifizierte Angebote zur Erweiterung der genderbezogenen Kompetenzen zur Verfügung gestellt. Zum Trägerverbund gehören: FrauenForum e.V. (Münster), FUMA Fachstelle Gender NRW (Essen), Handwerkerinnenhaus e.V. (Köln) sowie das Kompetenzzentrum Technik-Diversity-Chancengleichheit e.V. (Bielefeld).

Unter dem Titel "Rollen ins Rollen bringen" hat der Trägerverbund gemeinsam mit dem NRW-Arbeitsministerium (MAIS) und dem NRW-Emanzipationsministerium (MGEPA) zu einer Fachveranstaltung eingeladen. Bericht und Fotogalerie informieren und dokumentieren Ergebnisse.

Studie zur Ausbildungsbereitschaft von Betrieben in Nordrhein-Westfalen

Zur erfolgreichen Umsetzung des Landesvorhabens ist die Bereitschaft der Betriebe erforderlich, ausreichend Ausbildungsangebote zur Verfügung zu stellen. Angesichts leicht rückläufiger Zahlen bei den neu abgeschlossenen Ausbildungsverträgen haben sich die Akteure im Ausbildungskonsens darauf verständigt eine Analyse zur Ausbildungsbereitschaft von Betrieben in Auftrag zu geben. Endbericht und Tabellenband stehen zum Download bereit.

Monitoringbericht der G.I.B. informiert zum Stand der Umsetzung des Landesvorhabens im Schuljahr 2015/16

Bereits rund 70% aller Schulen in NRW mit einer Sekundarstufe I sind vier Jahre nach dem Start am Landesvorhaben "Kein Abschluss ohne Anschluss" beteiligt. Von insgesamt rund 574.000 Schülerinnen und Schülern der Klassen 8 bis 10 in NRW nutzten im Schuljahr 2015/2016 rd. 73 % (rd. 297.000) die Angebote der Berufs- und Studienorientierung im Rahmen von KAOA. Das zeigen die Ergebnisse des Monitoringberichts der G.I.B..

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