Strahlenschutz

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Gespeichert von migration am 1. Oktober 2014
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Strahlenschutz

Ionisierende Strahlen können Menschen und Umwelt schädigen. Deshalb sind überall dort, wo radioaktive Stoffe oder Röntgeneinrichtungen und Beschleuniger in Medizin, Forschung und Technik eingesetzt werden, umfangreiche Schutzmaßnahmen vor den schädlichen Wirkungen ionisierender Strahlen zu treffen. Vergleichbare Regelungen gelten für Arbeiten mit natürlich vorkommenden radioaktiven Stoffen, z. B. Thorium bei Arbeiten mit thorierten Schweißelektroden.

Der Strahlenschutz ist vor allem wichtig für das Personal beim Umgang mit radioaktiven Stoffen und ionisierenden Strahlen in der Technik, für Eigen- und Fremdpersonal in kerntechnischen Anlagen sowie im Bereich der Medizin, insbesondere in der Radiologie, Nuklearmedizin und Strahlentherapie. Innerhalb der Europäischen Union ist ein restriktives Regelwerk aufgebaut worden, um eine sichere Nutzung  ionisierender Strahlen und radioaktiver Stoffe zu gewährleisten. In Deutschland ist dieses Regelwerk durch die Strahlenschutzverordnung und die Röntgenverordnung umgesetzt worden. Diese beiden Verordnungen, die auf dem Atomgesetz beruhen, regeln den Bereich der „Tätigkeiten“ (Umgang mit radioaktiven Stoffen und Betrieb von Anlagen), den Bereich der „Arbeiten“ bei natürlich vorkommenden radioaktiven Stoffen und die Anwendung von Röntgenstrahlen. Ergänzt werden diese Regelungen durch Vorschriften wie das Arbeitsschutzgesetz oder das Medizinproduktegesetz.

 

Mit radioaktiven Stoffen sicher umgehen - Röntgen- und Therapieanlagen sicher betreiben

Die Arbeitsschutzverwaltung Nordrhein-Westfalen trägt im Rahmen der Genehmigungs- und Anzeigeverfahren dazu bei, dass die Anwender die Dosisgrenzwerte nicht überschreiten und unnötige Strahlenexpositionen oder Kontaminationen auch unterhalb der Grenzwerte minimieren oder vermeiden. Darüber hinaus prüft die Arbeitsschutzverwaltung durch Kontrollen in den Einrichtungen und Betrieben die mit radioaktiven Stoffen umgehen oder Anlagen zur Erzeugung ionisierender Strahlen betreiben, ob die Schutzvorschriften eingehalten werden.

Arbeitsmedizinische Vorsorge durch ermächtigte Ärztinnen und Ärzte

Für einen bestimmten Kreis von beruflich tätigen Personen ist die arbeitsmedizinische Vorsorge erforderlich. Die hierfür erforderlichen Untersuchungen dürfen nur durch besonders ermächtigte Ärzte und Ärztinnen erfolgen. Die Ermächtigungsverfahren sind sowohl in der Strahlenschutzverordnung als auch in der Röntgenverordnung festgelegt. Das in Nordrhein-Westfalen für die Ermächtigung zuständige Landesinstitut für Arbeitsgestaltung NRW informiert über

Anträge stellen

Im Bereich des Strahlenschutzes können eine Reihe von Anträgen online gestellt werden. Die Vorteile liegen auf der Hand: Online Anträge sind preiswerter und haben eine kürzere Bearbeitungszeit als Papieranträge. Mit der Online-Antragstellung erhalten Sie zudem eine Statuskontrolle der bereits abgegebenen Anträge und können so jederzeit den Bearbeitungsstand Ihrer Anträge verfolgen. Selbstverständlich können Sie wie bisher die Anträge und Anzeigen auch manuell ausfüllen und an die für Sie zuständige Bezirksregierung schicken.

Ansprechpartner in Nordrhein-Westfalen

Die Bezirksregierungen sind ortsnahe Ansprechpartner für Beschäftigte und Arbeitgeber. Als zuständige Aufsichtsbehörde überwachen sie die Einhaltung der Arbeitsschutzbestimmungen und unterstützen die Betriebe mit Informationsmaterialien und Praxishilfen.

Die Bescheinigung der Fachkunde im Strahlenschutz für Ärzte, Zahnärzte, Tierärzte und MTRA erfolgt in Nordrhein-Westfalen durch die jeweiligen Kammern; die Bescheinigung der Fachkunde im Strahlenschutz für den technischen (nichtmedizinischen) Bereich erfolgt durch das Landesinstitut für Arbeitsgestaltung NRW.

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