Startschuss für Duisburger Pilotprojekt gegen Wohnungslosigkeit

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108 Häuser für Duisburg
27. März 2017

Minister Schmeltzer: Ein tolles und innovatives Projekt gegen die Wohnungslosigkeit

Erste Schlüsselübergabe im Projekt „108 Häuser für Duisburg“

Startschuss für das Pilotprojekt gegen Wohnungslosigkeit „108 Häuser für Duisburg“: Sozialminister Rainer Schmeltzer hat in Duisburg die Schlüssel an die ersten Bewohner übergeben. „Dies ist ein tolles, innovatives Projekt“, sagte Schmeltzer, „denn hier wird bislang ungenutzter Wohnraum wieder hergerichtet und denen zur Verfügung gestellt, die ihn besonders nötig brauchen."

Das NRW-Sozialministerium fördert das vom Diakoniewerk Duisburg entwickelte Projekt „108 Häuser für Duisburg“ mit jährlich 100.000 Euro. Ziel ist es, in jedem der 108 statistischen Bezirke der Stadt Wohnungen zu sanieren oder zu renovieren und an wohnungslose oder von Wohnungslosigkeit bedrohte Menschen zu vermitteln.
 
Bei den Renovierungs- oder Sanierungsarbeiten werden Menschen eingesetzt, die am Arbeitsmarkt benachteiligt sind und im Qualifizierungszentrum der Diakonie an Maßnahmen der Berufsvorbereitung und Arbeitsförderung teilnehmen. „Hier entsteht eine Win-Win-Situation, bei der am Ende alle profitieren“, sagte Schmeltzer, der nicht nur Sozial-, sondern auch Arbeitsminister ist. „Denn es wird einerseits dringend benötigter Wohnraum für wohnungslose Menschen geschaffen. Andererseits werden Menschen für den ersten Arbeitsmarkt qualifiziert.“
 
Über einen Zeitraum von drei Jahren fördert das Land die Stelle einer Immobilienkauffrau und eine halbe Stelle eines Handwerksmeisters, die das Projekt unter dem Dach des Diakoniewerks Duisburg koordinieren.
Die Stadt Duisburg, das städtische Wohnungsunternehmen GEBAG und später auch andere Eigentümer stellen die bislang ungenutzten Immobilien zur Verfügung, die in ihrem Eigentum verbleiben.  
 
Die Projektkoordinatoren organisieren unter Beteiligung des Qualifizierungszentrums der Diakonie die Renovierung oder Sanierung; die Kosten tragen die Eigentümer. Die renovierten Wohnungen werden dann mit Menschen belegt, die zuvor wohnungslos oder von Wohnungslosigkeit bedroht waren. Die Mieterinnen und Mieter werden auch weiter begleitet und bei Bedarf im Umgang mit dem Jobcenter oder anderen Ämtern unterstützt, um die Mietzahlungen an die Hauseigentümer sicher zu stellen.  
 
Ende 2016 wurden die ersten drei Häuser an den Projektträger übergeben und der Renovierungsbedarf ermittelt. Bereits Anfang 2017 begannen die Renovierungsarbeiten an zwei Häusern mit insgesamt sechs Wohnungen, jetzt wurden die ersten Wohnungen an die künftigen Bewohner übergeben.  
 
Das Land fördert das Modellvorhaben „108 Häuser für Duisburg“ über einen Zeitraum von drei Jahren mit insgesamt rund 300.000 Euro aus dem bundesweit einzigartigen Aktionsprogramm „Hilfen in Wohnungsnotfällen“. Grundsätzlich sind die Kommunen und Kreise für die Überwindung von Wohnungslosigkeit zuständig. Das Land unterstützt sie aber aus dem Landesprogramm unter anderem durch die Förderung beispielhafter Projekte, mit denen neue Ansätze erprobt werden können. Für das Aktionsprogramm stehen jährlich rund eine Million Euro zur Verfügung.

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