Fairer Umgang mit Leiharbeit und Werkverträgen

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3. März 2017

Minister Schmeltzer: Ein fairer Umgang mit Leiharbeit und Werkverträgen ist möglich

Unternehmensbesuch in Duisburg - Zeitarbeitsunternehmen START NRW arbeitet seit mehr als 20 Jahren erfolgreich mit thyssenkrupp zusammen

In Nordrhein-Westfalen sind rund 230.000 Leiharbeiterinnen und Leiharbeiter in verschiedensten Branchen und Unternehmen tätig. „Nicht immer, aber oft sind diese Beschäftigungsverhältnisse unsicher und schlecht bezahlt“, sagte. Arbeitsminister Rainer Schmeltzer.

Das Ministerium für Arbeit, Integration und Soziales teilt mit:

In Nordrhein-Westfalen sind rund 230.000 Leiharbeiterinnen und Leiharbeiter in verschiedensten Branchen und Unternehmen tätig. „Nicht immer, aber oft sind diese Beschäftigungsverhältnisse unsicher und schlecht bezahlt“, sagte. Arbeitsminister Rainer Schmeltzer. „Dass es auch anders geht und ein fairer Umgang mit Leiharbeit und Werkverträgen möglich ist, zeigt das im Jahr 1995 von der Landesregierung gemeinsam mit Arbeitgebern, Gewerkschaften und anderen Partnern gegründete Zeitarbeitsunternehmen START NRW.“
 
Anlässlich eines Besuchs bei thyssenkrupp in Duisburg, betonte Schmeltzer, dass das Unternehmen seit 1996 mit START NRW zusammenarbeitet. „Viele Leiharbeitnehmerinnen und -nehmer haben dadurch eine Chance auf Festanstellung erhalten. Dies zeigt, dass ein fairer Umgang mit Leiharbeit und Werkverträgen möglich ist. Andere Betriebe sollten diesem guten Beispiel folgen. Schließlich geht es auch um die Sicherung des Fachkräftebedarfs.“
 
Faire Arbeit und faire Wettbewerbsbedingungen seien gerade für den Stahlstandort Nordrhein-Westfalen von herausragender Bedeutung, betonte Schmeltzer. „Stahl ist nach wie vor ein Zukunftsfaktor. Ohne die heimische Stahlindustrie wären auch unser Maschinenbau und die Fahrzeugtechnik nicht das, was sie heute sind“, so der Arbeitsminister.
 
Seit Beginn der Zusammenarbeit mit START NRW hat die Stahlsparte von thyssenkrupp zahlreiche Leiharbeitnehmerinnen und -nehmer in reguläre Beschäftigung übernommen. In den vergangenen Jahren waren dies etwa ein Drittel der eingesetzten Mitarbeiter. Auch im Bereich der Ausbildung kooperieren die beiden Unternehmen erfolgreich.
 
START NRW verfolgt das Ziel, Arbeitslose – insbesondere Menschen mit Vermittlungshemmnissen – über die Arbeitnehmerüberlassung dauerhaft in den Arbeitsmarkt zu integrieren. Das Zeitarbeitsunternehmen bietet faire Arbeitsbedingungen, setzt auf Qualifizierung der Zeitarbeitnehmerinnen und -nehmer, führt zahlreiche Arbeitsmarktprojekte durch und schafft zusätzliche Ausbildungsplätze durch partnerschaftliche Berufsausbildung.
 
START NRW wurde 1995 durch das Land Nordrhein-Westfalen, den Arbeitgeberverband Stahl, den Nordrhein-Westfälischen Handwerkstag, Gewerkschaften, Wohlfahrtsverbände und kommunale Spitzenverbände gegründet. Das Unternehmen ist an 28 Standorten in Nordrhein-Westfalen vertreten. Insgesamt sind bei Start NRW 180 interne und knapp 2.500 Zeitarbeitnehmerinnen und -arbeitnehmer sowie rund 300 Auszubildende beschäftigt.
 
Seit 2013 setzt die Landesregierung Nordrhein-Westfalen die Landesinitiative „Faire Arbeit – Fairer Wettbewerb“ um. Ziel der Initiative ist es, die vielen guten Beispiele für faire Arbeit bekannt zu machen, Transparenz über Rechte und Pflichten herzustellen und im Dialog mit Unternehmen und Arbeitnehmervertretungen faire Arbeits- und Wettbewerbsbedingungen zu fördern.

Weitere Informationen zum Thema „Faire Leiharbeit und Werkverträge“ und zur Landesinitiative „Faire Arbeit – Fairer Wettbewerb“ finden Sie auf der Internetseite www.landderfairenarbeit.nrw.de

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