Wie Integration am Niederrhein zur Erfolgsstory werden kann

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14. März 2017

Minister Schmeltzer: Am Mittleren Niederrhein zeigen wir, wie Integration zur Erfolgsstory werden kann

Regionalveranstaltung zur Landesaktion „NRW. Das machen WIR!“

Arbeits- und Integrationsminister Rainer Schmeltzer hat im Rahmen der Landesaktion „NRW. Das machen WIR!“ die Arbeitsmarktregion Mittlerer Niederrhein (mit den Städten Krefeld und Mönchengladbach sowie dem Rhein-Kreis Neuss und dem Kreis Viersen) besucht. „Viel zu oft ist von Problemen die Rede, wenn wir über geflüchtete Menschen sprechen“, sagte Minister Schmeltzer in Krefeld.

Das Ministerium für Arbeit, Integration und Soziales teilt mit:

Arbeits- und Integrationsminister Rainer Schmeltzer hat im Rahmen der Landesaktion „NRW. Das machen WIR!“ die Arbeitsmarktregion Mittlerer Niederrhein (mit den Städten Krefeld und Mönchengladbach sowie dem Rhein-Kreis Neuss und dem Kreis Viersen) besucht. „Viel zu oft ist von Problemen die Rede, wenn wir über geflüchtete Menschen sprechen“, sagte Minister Schmeltzer in Krefeld. „Wir wollen aber allen Skeptikern zeigen, wie Integration in Ausbildung und Arbeit zu einer Erfolgsstory werden kann.“ Im Kulturzentrum Südbahnhof haben sich Integrationsprofis und -ehrenamtler mit dem Minister über ihre Projekte ausgetauscht. „Ihr Engagement ist gelebte Integration“, lobte Schmeltzer. „Geflüchtete Menschen bekommen so eine Chance, sich in unserem Land zurechtzufinden und zu integrieren.“
 
Im Mittelpunkt der Krefelder Veranstaltung stand das Thema Ehrenamt. Zum Beispiel die Flüchtlingshilfe „Grefrath hilft“, die unter anderem Sprachkurse, eine Kleiderkammer, ein Begegnungscafé und einen Jugendtreff koordiniert. Ein besonderer Schwerpunkt der ehrenamtlichen Initiative liegt auf der Integration in den Ausbildungs- und Arbeitsmarkt, beispielsweise durch die „Grefrather Jobbörse“. So berichtete ein 29-Jähriger aus Eritrea, wie er zu seiner Ausbildung als Verfahrensmechaniker für Kunststoff- und Kautschuktechnik bei einem Grefrather Unternehmen gekommen ist. Er ist seit zwei Jahren in Deutschland und spricht inzwischen gut Deutsch, eine wichtige Voraussetzung für die Ausbildung.
 
Oder das Berufskolleg Rheydt-Mülfort für Technik in Mönchengladbach. In vier internationalen Förderklassen erlernen etwa 80 Jugendliche aus verschiedenen Krisengebieten zunächst die deutsche Sprache und werden dann auf die Berufswelt vorbereitet. Im letzten Sommer zeigte eine erste positive Bilanz: Von den 20 Schülerinnen und Schülern einer Klasse begannen nach nur einem Jahr Förderung neun eine Ausbildung, etwa zum Maler, Schreiner oder Fliesenleger, in der Gastronomie oder Logistik. Fünf weitere wechselten zu weiterführenden Schulen oder in die Berufsfachschule.
 
Das Projekt „Bunte Pflege“ der Caritas-Sozialdienste im Rhein-Kreis-Neuss bereitet geflüchtete Menschen auf eine Ausbildung in der Altenpflege vor. Auch hier steht zunächst die deutsche Sprache im Vordergrund, außerdem fachsprachlicher Unterricht und Praktika. Das Projekt beugt nicht nur dem Mangel an Fachkräften in der Altenpflege vor, sondern wird in der Region auch als zukunftweisend angesehen, da immer mehr Migrantinnen und Migranten pflegebedürftig werden und Pflegerinnen und Pfleger aus andere Kulturkreisen eine gute Voraussetzung für kultursensible Pflege bieten.
 
Der von der Regionalagentur Mittlerer Niederrhein organisierte Abend wurde von Monaf Al Sudani auf einer Oud (Kurzhalslaute) musikalisch begleitet. Der Iraker hatte bereits an verschiedenen Musikprojekten und soziokulturellen Projekten des Werkhaus e.V. im Südbahnhof teilgenommen.
 
Neben den Regionalveranstaltungen – wie hier in Krefeld – ist das Internetportal www.das-machen-wir.nrw ein wichtiger Baustein der Aktion „NRW. Das machen WIR!“. Die Internetseite zeigt in Videoclips, Fotos und Texten viele praktische und kreative Beispiele. Minister Schmeltzer: „Hier bekommen wir eine immer dichter werdende Landkarte der guten Ideen, die Gesichter zeigt, Integrationsgeschichten erzählt und Profis, Ehrenamtliche und natürlich geflüchtete Menschen selbst zu Wort kommen lässt.“ Die NRW-Karte enthält schon mehr als 100 Projekte.
 
Darunter auch „Kompass D“, eine Initiative von Neusser Unternehmen für junge Geflüchtete zwischen 17 und 23 Jahren. Neben ihrem regulären Schulunterricht nehmen sie an ihren Schulen in Neuss, Grevenbroich und Dormagen freiwillig an vier Nachmittagen pro Woche an einem Angebot der Initiative teil: Neben der deutschen Sprache geht es dabei um Gesellschafts- und Berufskunde, beispielsweise darum, wie wichtig ein Berufsabschluss in Deutschland ist. Außerdem bietet die Initiative praktische Erfahrungen in den Unternehmen. Genügend Praktikumsplätze zu finden, sei kein Problem, so die Initiatoren, „die Unternehmen kennen und vertrauen uns“. Auch der Kontakt und die Zusammenarbeit mit den Jobcentern und Arbeitsagenturen seien gut. Die auf drei Jahre angelegte Initiative beschäftigt insgesamt sechs Lotsen zur Begleitung der Jugendlichen.

Veranstaltungen im Rahmen der von der G.I.B. (Gesellschaft für innovative Beschäftigungsförderung) organisierten Landesaktion „NRW. Das machen WIR! Integration von Geflüchteten in Ausbildung und Arbeit“ fanden bereits in Remscheid, Köln, Dortmund, dem Münsterland, dem Siegerland, in Bonn, Lüdenscheid, Aachen, Bielefeld und Herne statt.

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