NRW 2030 – Memorandum zeigt Strategien für die Zukunft

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Fortschrittskongress 2017:V.l. Minister Groschek, Minister Schmeltzer, Ministerpräsidentin Hannelore Kraft, Prof. Dr. Dirk Messner, Ministerin Svenja Schulze, Minister Garrelt Duin

NRW-Fortschrittskongress präsentiert Ergebnisse des Dialogprozesses für ein NRW 2030 - Memorandum "NRW gestalten"

Wie wollen wir leben? Dialogprozess und Kongress zur Gestaltung des Fortschritts für NRW - Sechs Expertengruppen entwickeln im Memorandum Zukunftsstrategien für NRW

Fortschritt für NRW in Zeiten des Wandels oder wie wollen wir leben? Die Landesregierung stellte das Memorandum "NRW gestalten" auf dem Fortschrittskongress 2017 vor. Darin werden Strategien und Perspektiven aufgezeigt, um eine gute Zukunft für NRW sicherzustellen. Das Memorandum ist das Ergebnis eines breiten Dialogprozesses. „Wir können Wandel“, bilanzierte dazu Ministerpräsidentin Hannelore Kraft. Bericht und Fotogalerie informieren.

Fortschrittskongress 2017 in Düsseldorf – Breiter Dialogprozess

Der Fortschrittskongress 2017 fand in Düsseldorf statt und ist der Abschluss eines breiten mehrjährigen Dialogs zur Zukunft des Landes. Experten und Expertinnen aus Wirtschaft, Politik, Gesellschaft und Wissenschaft haben sich dabei mit gesellschaftlichen Herausforderungen wie Digitalisierung, sozialer Sicherheit, Mobilität und Energieversorgung sowie dem demografischen Wandel beschäftigt und Zukunftsperspektiven für NRW ausgearbeitet. Die Analysen und Lösungsstrategien der sechs Expertengruppen sind im Memorandum "NRW gestalten" dokumentiert und wurden nun auf dem Fortschrittskongress am 19. Januar 2017 vorgestellt. Über 450 Teilnehmende kam zum Fortschrittskongress und nutzten die Gelegenheit zur Diskussion um die Zukunftsgestaltung des Landes.

Ministerpräsidentin Hannelore Kraft begrüßte die Konferenzteilnehmenden und dankte für die engagierte Teilnahme am Dialogprozess. Wissenschaftsministerin Svenja Schulze, Stadtentwicklungsminister Michael Groschek, Arbeits- und Integrationsminister Rainer Schmeltzer sowie Wirtschaftsminister Garrelt Duin diskutierten auf dem Podium und in den Fachforen über konkrete Ideen und Lösungswege. „Wir wollen Zukunft gemeinsam gestalten“, betonte Minister Rainer Schmeltzer, dessen Ministerium den Kongress federführend organisierte.

NRW kann Wandel – Begrüßung durch Ministerpräsidentin Hannelore Kraft

Wie wollen wir leben? In ihrer Begrüßungsrede zeigte sich Ministerpräsidentin Hannelore Kraft beeindruckt über die intensive Teilnahme am Dialogprozess. „Wir hatten zu einem offenen Gedankenaustausch eingeladen. Es freut mich, dass so viele Bürgerinnen und Bürger dieser Einladung gefolgt sind und sich aktiv in diesen Dialogprozess eingebracht haben.“

Der Fortschrittsdialog sei facettenreich gewesen und habe die wichtigen Schwerpunkte benannt: die Zukunft von Wirtschaft und Arbeit, das Leben in Regionen und ländlichen Räumen, die Energieversorgung, die Wissenschaft und der Dialog zwischen Unternehmen und Gesellschaft. „Wir haben hier in allen Bereichen angepackt und geben dem Fortschritt Tempo und Richtung. Wir können Wandel und gestalten die Zukunft durch eine vorausschauende, innovative und vorbeugende Politik“, sagte die Ministerpräsidentin und benannte das Leitmotiv: „Wir wollen raus aus dem Reparaturmodus und rein in den Vorsorgemodus.“
Ausdrücklich dankte sie den sechs Experten und Expertinnen aus der Wissenschaft, die Perspektiven und Lösungsansätze für eine nachhaltige Umsetzung im Rahmen des Memorandums erarbeitet haben.

Memorandum "NRW gestalten" oder was sind Treiber und Herausforderungen gesellschaftlicher Veränderung

Im Zentrum der gut besuchten Konferenz stand das Memorandum "NRW gestalten". In seinem einführenden Redebeitrag präsentierte Prof. Dr. Dirk Messner, Leiter des Deutschen Instituts für Entwicklungspolitik (DIE) in Bonn, Perspektiven und Ergebnisse der mehrjährigen Expertenarbeit am Memorandum und beschrieb „Treiber und Herausforderungen“ gesellschaftlicher Veränderungen im Sinne einer nachhaltigen, an Wohlfahrt und Teilhabe orientierten Zukunftsgestaltung für NRW.

Bei aller Komplexität und Kontroverse machte er zugleich Mut und betonte, NRW sei ein „Mutterland des Strukturwandels“ und habe dabei schon einen langen Weg erfolgreich zurückgelegt.

Mit Blick auf das Memorandum benannte er vier „Großbaustellen“: Globalisierung, Digitalisierung, Grenzen der Erd-Ressourcen sowie soziale Fliehkräfte. Darauf seien von Politik und Wirtschaft, Gesellschaft und Wissenschaft neue Antworten zu finden. Das Memorandum skizziere vor diesem Hintergrund, wie ein NRW 2030 aussehen könne. Für eine gemeinsame Zukunftsgestaltung bedürfe es einer guten Grundlage und das seien Dialog und auch demokratischer Streit, betonte der Wissenschaftler. Mit dem Memorandum liege dafür ein Kompass vor.

Landesminister diskutieren Lösungswege - gemeinsam gestalten 

In der anschließenden Diskussion auf dem Podium, moderiert von WDR 2-Moderatorin Steffi Neu und Blogger Sascha Schiffbauer, sprachen Wissenschaftsministerin Svenja Schulze, Stadtentwicklungsminister Michael Groschek, Arbeits- und Integrationsminister Rainer Schmeltzer sowie Wirtschaftsminister Garrelt Duin über konkrete Ideen und Lösungswege.

Arbeit: Die Umsetzung der Digitalisierung und die Veränderung durch den demografischen Wandel im Bereich Arbeit und Weiterbildung sind gestaltbar und gestaltungsbedürftig. Die Grundsätze guter und fairer Arbeit sollen auch unter den Bedingungen einer digitalisierten und vernetzten Welt durch klare Regeln zum Tragen kommen. Die Beschäftigten brauchen Qualifikationen und Kompetenzen, um die neuen Anforderungen zu bewältigen. Investitionen in Bildung stehen daher für das Arbeitsministerium im Mittelpunkt – nur so kann die Beschäftigungsfähigkeit erhalten werden und gelingt Teilhabe am Arbeitsmarkt. Für die Gestaltung der Arbeitswelt, so Minister Schmeltzer, sei vor allem die Sozialpartnerschaft entscheidend.

Wirtschaft: Das Wirtschaftsministerium setzt auf eine moderne Industriepolitik und den digitalen Umbau der Wirtschaft. Mit der Gründung von sechs digitalen Zentren in Aachen, Bonn, Düsseldorf, Köln, im Münsterland und im Ruhrgebiet werden Industrie, Mittelstand, Startups und Wissenschaft vernetzt, um digitale Geschäftsmodelle zu schaffen.

Wissenschaft: Das Wissenschaftsministerium nimmt die Forschung zu den gesellschaftlichen Herausforderungen in den Blick. Die transformative Forschung, die sich an den großen gesellschaftlichen Herausforderungen orientiert, soll deutlich gestärkt werden. Damit sollen Veränderungsprozesse angestoßen werden, die die Entwicklung von Lösungen sowie technische und soziale Innovationen ermöglichen. Dies geschieht in enger Zusammenarbeit vieler Fachdisziplinen und Akteure auch außerhalb der Wissenschaft. Von der transformativen Forschung wird ein besonderer Beitrag zu den UN-Zielen für eine nachhaltige Entwicklung und soziale Innovationen erwartet.

Bauen/Stadtentwicklung: Für das urbane Leben formuliert das Bauministerium klare Zielvorstellungen. Zu einer zukunftsgerechten Stadtentwicklung tragen verschiedene Faktoren bei: durchmischte Quartiere, bezahlbarer Wohnraum, gelebte Integration, Entwicklung von Bildungslandschaften sowie nachhaltige Mobilitätskonzepte. Um all das zu erreichen, sollten Kommunen themenübergreifend arbeiten und mit anderen Städten kooperieren. Das Bauministerium wird dies unter anderem im Rahmen der Städtebauförderung und mit Veranstaltungsformaten weiter fördern.

In den Fachforen gab es nach der Mittagspause Gelegenheit, mit weiteren Experten und Expertinnen die Ergebnisse aus den Arbeitsgruppen zum Memorandum zu erörtern:

  • Fachforum 1 – Zukunft des Wirtschaftens
    Input: Michael F. Bayer, Hauptgeschäftsführer IHK Aachen
  • Fachforum 2 – Zukunft der Arbeit und Qualifizierung
    Input: Prof. Dr. Heiner Minssen, Institut für Arbeitswissenschaft, Ruhr-Universität Bochum
  • Fachforum 3 – Zukunft des Urbanen Lebens
    Input: Prof. Dipl.-Ing. Christa Reicher, Fakultät Raumplanung, Technische Universität Dortmund
  • Fachforum 4 – Zukunft der Energieversorgung
    Input: Prof. Dr.-Ing. Manfred Fischedick, Vizepräsident des Wuppertal Instituts für Klima, Umwelt, Energie
  • Fachforum 5 – Zukunft des Dialogs zwischen Unternehmen und Gesellschaft
    Input: Michael Kuhndt, Direktor des Collaborating Centre on Sustainable Consumption and Production
  • Fachforum 6 – Gesellschaftliche Verantwortung von Forschung
    Input: Prof. Dr. Dirk Messner, Direktor des Deutschen Instituts für Entwicklungspolitik

 

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