Modellprojekte für einen dauerhaften sozialen Arbeitsmarkt

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Foto: Zwei Mitarbeiter der GrünBau GmbH befestigen einen Heizkörper

Modellprojekte für einen dauerhaften sozialen Arbeitsmarkt

Entwicklung und Implementierung eines sozialen Arbeitsmarktes in Nordrhein-Westfalen

Die wirksame Bekämpfung der Langzeitarbeitslosigkeit insbesondere in den Kommunen, die besonders von Arbeitslosigkeit betroffen sind, ist ein zentrales Anliegen der Landesregierung Nordrhein-Westfalens. Systematisch und schrittweise soll der Weg für einen dauerhaften sozialen Arbeitsmarkt geebnet werden. Vor diesem Hintergrund fördert das Land Modellprojekte zur Entwicklung und Implementierung eines sozialen Arbeitsmarktes in Nordrhein-Westfalen.

Nordrhein-Westfalen entwickelt und implementiert Modellprojekte, die komplementär zu bestehenden Angeboten Integrationsperspektiven für die dauerhafte Beschäftigung langzeitarbeitsloser Menschen in einem sozialen Arbeitsmarkt schaffen. Damit werden konkrete Schritte gegangen, um die Arbeitsmarktintegration von bis zu 1.000 langzeitarbeitslosen Menschen wirkungsvoll zu verbessern.

Gefördert werden vier Modellprojekte in Kommunen des Landes, die von überdurchschnittlich hoher Arbeitslosigkeit und Langzeitarbeitslosigkeit betroffen sind, und die neue Ansätze

  • zur Verknüpfung infrastruktureller, investiver und arbeitsmarktpolitischer Instrumente und Vorhaben umfassen und strukturell auf Transfer sowie auf Nachhaltigkeit abzielen, bzw.
  • individuelle Förderketten entwickeln und erproben.
  • Die geförderten Arbeitsplätze müssen sozialversicherungspflichtig und arbeitsvertraglich gesichert sein. Dabei sind die tariflichen bzw. ortsüblichen Vergütungen zu berücksichtigen.
  • Sie können bei der Kommune, anderen öffentlichen Stellen, bei Wohlfahrtsverbänden und in der Privatwirtschaft eingerichtet werden.

Zielgruppe sind Menschen, die schon sehr lange SGB II Leistungen beziehen und absehbar keine Beschäftigungschancen auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt haben. Dieses wird insbesondere dann angenommen, wenn diese Personen seit vier und mehr Jahren im Leistungsbezug sind und in dieser Zeit keine nennenswerte sozialversicherungspflichtige Beschäftigung auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt oder eine selbständige Tätigkeit ausgeübt haben.

In den Modellversuchen sollen auch Arbeitsgelegenheiten, die mit einem sozialen Arbeitsmarkt sinnvoll verknüpft werden können, identifiziert, in einer Positivliste definiert und zwischen den beteiligten Akteuren als entwicklungsoffener Rahmen vereinbart werden. Sie müssen im öffentlichen Interesse liegen, zusätzlich und wettbewerbsneutral sein.

Bestehende weitere Fördermöglichkeiten, etwa zur sozialen Stabilisierung und Steigerung der Beschäftigungsfähigkeit und eingesparte kommunale Mittel, sollen einbezogen werden.

Darüber hinaus soll die Wirkung der Einrichtung eines lokal oder regional zu definierenden sozialen Arbeitsmarktes für die Betroffenen und für die an den Modellversuchen beteiligten Akteure untersucht werden.

 

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