Integration unternehmen!

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Gespeichert von migration am 1. Oktober 2014
Frau und Mann bei der Arbeit in der Großküche

Integration und Teilhabe. Neue Arbeitsplätze für Menschen mit schweren Behinderungen

Landesprogramm "Integration unternehmen!" - Teilhabe am Arbeitsleben verbessern

Die NRW-Landesregierung unterstützt die Gründung von Integrationsunternehmen, -betrieben und -abteilungen mit investiven Zuschüssen und durch professionelle Beratung. Damit werden zusätzliche Arbeitsplätze für schwerbehinderte Menschen geschaffen. Das Landesprogramm "Integration unternehmen!" ist Bestandteil des Aktionsplans "Eine Gesellschaft für alle – NRW inklusiv".

Neue Arbeitsplätze für Menschen mit schweren Behinderungen  in Integrationsunternehmen und -abteilungen

Nordrhein-Westfalen will für Menschen mit Schwerbehinderung die Teilhabe am Arbeitsleben weiter verbessern. In Integrationsunternehmen, -abteilungen und -betrieben sollen zusätzliche Arbeitsplätze für Menschen entstehen, die aufgrund der Schwere ihrer Behinderung sonst kaum Chancen auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt haben.

Das Landesprogramm  „Integration unternehmen!“ ist Bestandteil des Aktionsplans „Eine Gesellschaft für alle – NRW inklusiv“ und unterstützt den Zugang für Menschen mit Behinderung am Arbeitsmarkt. Das NRW-Arbeitsministerium fördert gemeinsam mit den Landschaftsverbänden die Schaffung neuer sozialversicherungspflichtiger Arbeitsplätze in Integrationsunternehmen und -abteilungen. Bereits bestehende Integrationsunternehmen sowie gewerbliche Unternehmen und Kommunen, die im Rahmen von Integrationsabteilungen neue Arbeitsplätze für Menschen mit Behinderungen schaffen möchten, können eine investive Förderung beantragen und eine Beratung in Anspruch nehmen.

In Nordrhein-Westfalen gibt es gegenwärtig 251 Integrationsunternehmen mit mehr als 2.700 Arbeitsplätzen für Menschen mit Handicap. Integrationsunternehmen und -abteilungen sind in den unterschiedlichsten Branchen aktiv, das Spektrum reicht von sozialen Dienstleistungen über Industrie, Handel, Handwerk, Hotel- und Gaststättengewerbe, Gebäudereinigung, Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau bis hin zu Multimedia- und IT-Firmen.

Fördermöglichkeiten und Kooperationspartner

Das Land Nordrhein-Westfalen fördert jährlich die Schaffung von bis zu 250 neuen Arbeitsplätzen für Menschen mit Behinderungen in Integrationsunternehmen; dafür stehen pro Jahr 2,5 Millionen Euro zur Verfügung. Je neu geschaffenem Arbeitsplatz für einen Menschen mit Behinderung kann die Förderung bis max. 20.000 Euro betragen.

Die Landschaftsverbände Rheinland und Westfalen-Lippe beteiligen sich mit eigenen Fördermitteln und setzen das Programm gemeinsam mit dem Land um. Die Regionaldirektion NRW der Bundesagentur für Arbeit unterstützt ebenfalls das Landesprogramm.

Als Unterstützung für den besonderen Betreuungsaufwand erhalten Integrationsprojekte von den Integrationsämtern eine monatliche Pauschale von 210 Euro pro schwerbehinderten Mitarbeiter oder schwerbehinderte Mitarbeiterin. Darüber hinaus wird als Minderleistungsausgleich ein Zuschuss in Höhe von 30 Prozent des Arbeitnehmerbruttolohnes gewährt, sofern keine anderen Lohnkostenzuschüsse in Anspruch genommen wurden.

Beratung für Gründerinnen und Gründer

Potenzielle Gründerinnen und Gründer werden bei ihren Planungen nicht allein gelassen. Das Arbeitsministerium des Landes Nordrhein-Westfalen und die Landschaftsverbände stellen eine professionelle betriebswirtschaftliche Beratung vor und nach der Gründung sicher.

Bei Neugründung: G.I.B.

Die Gesellschaft für innovative Beschäftigungsförderung (G.I.B.) ist Ansprechpartnerin bei der Gründung von neuen Integrationsprojekten. Interessenten erhalten bei der G.I.B. Informationen zum Landesprogramm „Integration unternehmen!“ und zu den Förderbedingungen von Integrationsprojekten. In Erstgesprächen berät die G.I.B. während der ersten Konzept- und Ideenphase, reflektiert mit Interessierten deren Gründungsideen und gibt Hilfestellungen bei der Erstellung eines Erstkonzeptes. Darüber hinaus bietet die G.I.B. halbtägige Einstiegsseminare zur Gründung von Integrationsunternehmen an.

Für bestehende Unternehmen und Träger von Werkstätten für behinderte Menschen: Integrationsämter

Die Integrationsämter der Landschaftsverbände Rheinland und Westfalen-Lippe sind erste Ansprechpartner für Vorhaben, die von bestehenden Integrationsunternehmen oder den Werkstätten für behinderte Menschen entwickelt werden. Sie bieten ferner allen Antragstellern auf Basis des Erstkonzeptes eine weitergehende betriebswirtschaftliche Beratung und eine Begleitung im Antragsverfahren an.

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