Gefahrstoffe und Biostoffe

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Gespeichert von migration am 1. Oktober 2014
Foto zeigt Glasgefässe mit verschiedenfarbigen Flüssigkeiten

Gefahrstoffe und Biostoffe

Sicherer Umgang mit chemischen und biologischen Stoffen

Chemische Stoffe werden bei der Herstellung und Verwendung von nahezu allen Produkten in unserem modernen Leben eingesetzt und sind fast überall in der Industrie, in Handwerksbetrieben und in Privathaushalten anzutreffen. Viele dieser Chemikalien können die Gesundheit gefährden, akut etwa beim Einatmen oder beim Hautkontakt, oder langfristig ernsthafte Gesundheitsschäden verursachen.

Tätigkeiten mit Gefahrstoffen erfordern besondere Schutzmaßnahmen. Arbeitgeber, Hersteller und Händler sind daher gefordert, Beschäftigte, Vertriebspartner und Kunden vor gefährlichen Einwirkungen durch Gefahrstoffe und Biostoffe zu schützen.
 

Die Gefahrstoffverordnung

Arbeitsschutz lebt von verständlichen und eingängigen Vorschriften. Die Gefahrstoffverordnung (GefStoffV) folgt dieser Idee und ist ein weiterer wichtiger Beitrag zu einem modernen Arbeitsschutzrecht. Die Gefahrstoffverordnung enthält bestehende und bewährte Schutzstandards und bietet Unternehmen gleichzeitig größere Entscheidungsspielräume.

 

Die Biostoffverordnung

Wie große Teile der Gefahrstoffverordnung richtet sich auch die Biostoffverordnung in erster Linie an den Arbeitgeber. Die Biostoffverordnung enthält alle wesentlichen Vorschriften wie ein sicherer Umgang mit Biostoffen gewährleistet werden kann. Insbesondere in dem technischen Regelwerk zur Biostoffverordnung wird auf verschiedene Branchen wie die Abfallsammlung oder Laboratorien ausführlich eingegangen.

Hervorzuheben sind neu eingeführte Regelungen zur Schaffung eines Sicherheitsbewusstseins oder auch Regelungen zu psychischen Belastungen beim Umgang mit Biostoffen.

Praxishilfe - Sanierung von Asbestzementrohren

Trotz des allgemeinen Verwendungsverbotes für Asbest nach Paragraph 15 der GefStoffV dürfen Abwasserrohre aus Asbestzement (AZ) im Rahmen von Abbruch-, Sanierungs- und Instandhaltungsarbeiten (ASI-Tätigkeiten) weiterhin betrieben werden. Bei notwendigen Tätigkeiten am Rohrleitungssystem ist daher vor Beginn der Arbeiten zu prüfen, ob mit AZ-Rohren umgegangen werden muss und welche besonderen Umgangsvorschriften zu beachten sind. Im Auftrag des Landes ist im Rahmen eines Forschungsprojekts ein Kriterienkatalog entwickelt worden, der systematisch alle Identifikationsmöglichkeiten für AZ auflistet und bei der Erstellung der Gefährdungsbeurteilung angewandt werden kann.

Ansprechpartner in Nordrhein-Westfalen

Die Bezirksregierungen sind ortsnahe Ansprechpartner für Beschäftigte und Arbeitgeber. Als zuständige Aufsichtsbehörde überwachen sie die Einhaltung der Arbeitsschutzbestimmungen und unterstützen die Betriebe mit Informationsmaterialien und Praxishilfen.

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