Faire Arbeit

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Fotaktion - Mutter und Sohn halten Tafel mit Satz "Für mich ist faire Arbeit ...dass man mit guter Arbeit auch gutes Geld verdient"

Nordrhein-Westfalen - Land der fairen Arbeit

Landesinitiative "Faire Arbeit – Fairer Wettbewerb". Beschäftigung fair gestalten

Minijobs, Leiharbeit, Schein-Werkverträge oder Niedriglöhne: Viele Menschen arbeiten in unsicheren, schlecht bezahlten Beschäftigungsverhältnissen. Das NRW-Arbeitsministerium hat deshalb die Landesinitiative "Faire Arbeit – Fairer Wettbewerb" gestartet, gemeinsam mit Unternehmern, Gewerkschaften und Einzelpersönlichkeiten. Die Initiative wirbt für faire Arbeits- und Wettbewerbsbedingungen in NRW.

Landesinitiative "Faire Arbeit – Fairer Wettbewerb": Nordrhein-Westfalen – Land der fairen Arbeit

Trotz einer guten Entwicklung am Arbeitsmarkt, einer traditionell hohen Tarifbindung und mehrheitlich fairen Arbeitgebern und Arbeitgeberinnen in NRW gibt es viele Menschen, die in unsicheren und schlecht bezahlten Beschäftigungsverhältnissen arbeiten: in Minijobs, in Leiharbeit, mit Schein-Werkverträgen und zu Niedriglöhnen. Flexible Arbeitsformen werden missbraucht, um Löhne zu drücken oder Arbeitnehmerschutzrechte zu umgehen.
Gemeinsam mit Unternehmern, Gewerkschaften und Einzelpersönlichkeiten hat das NRW-Arbeitsministerium deshalb die Landesinitiative "Faire Arbeit – Fairer Wettbewerb" gestartet. Die Initiative soll dazu beitragen, faire Arbeits- und Wettbewerbsbedingungen in NRW zu fördern. 

Zur Ausgangssituation

Prekäre Beschäftigung, Missbrauch von flexiblen Arbeitsformen und eine negative Lohnentwicklung insbesondere im Niedriglohnbereich haben zugenommen. Die Entwicklungen in Nordrhein-Westfalen zeigen, dass Handlungsbedarf besteht.

  • Rund 300.000 Menschen sind auf Hartz IV angewiesen, obwohl sie einen Arbeitsplatz haben. Sie sind arm trotz Arbeit, auch weil sie in Branchen ohne faire Löhne arbeiten.
  • 1,7 Millionen Menschen arbeiten in Minijobs – zumeist in Unkenntnis ihrer Rechte wie Urlaubsanspruch, Kündigungsschutz oder Lohnfortzahlung im Krankheitsfall.
  • Rund 200.000 Menschen sind in Leiharbeitsverhältnissen beschäftigt – viel zu häufig unter Umgehung üblicher Standards bei Vergütung und Fortbildung.
  • Werkverträge werden oft missbraucht, um Lohnstandards oder Arbeitnehmerschutzrechte zu umgehen.
  • Für 65 Prozent der Betriebe gilt ein Tarifvertrag, aber nur noch jeder dritte Betrieb ist tarifgebunden.

Die Landesinitiative konzentriert sich deshalb auf die Themenschwerpunkte Minijobs, Leiharbeit, Werkverträge und faire Löhne.

Aktivitäten und Unterstützungsangebote des NRW-Arbeitsministeriums

Im Rahmen der Landesinitiative finden auf Bundes- und Landesebene sowie regionaler Ebene eine Reihe von Aktivitäten statt. Dazu gehören beispielsweise Modellprojekte, Studien und Expertisen, Fachveranstaltungen, Informationsangebote wie Informationsflyer und Informationsstände oder direkte Unterstützung durch Hotlines und Beratungseinrichtungen.

  • Das Rheinisch-Westfälische Institut für Wirtschaftsforschung (RWI) wurde mit einer Studie beauftragt, um die Verbreitung von Minijobs und die Arbeitsbedingungen der Beschäftigten zu untersuchen.
  • Um Beschäftigte in der Zeitarbeit, aber auch Werkvertragsbeschäftigte zu unterstützen, haben das NRW-Arbeitsministerium und der Deutsche Gewerkschaftsbund die "Servicehotline Zeitarbeit und Werkvertrag" eingerichtet. Die Service-Hotline und das ergänzende Internetangebot werden aus Mitteln des Landes und des Europäischen Sozialfonds (ESF) gefördert und von der Technologieberatungsstelle beim DGB NRW e. V. (TBS NRW) umgesetzt.
    Informationen zur Service-Hotline Zeitarbeit und Werkvertrag NRW
  • Zu Minijob, Leiharbeit, Werkvertrag und fairem Lohn gibt es im Rahmen der Landesinitiative "Faire Arbeit – Fairer Wettbewerb" eine Reihe von Informationsmaterialien und Publikationen. Die Serviceangebote, Flyer und Broschüren informieren Arbeitgeber und Beschäftigte.
    Informations- und Serviceangebote der Landesinitiative im Überblick und zum Herunterladen

Die Gesellschaft für innovative Beschäftigungsförderung (G.I.B.) begleitet die Umsetzung der Landesinitiative. Die Finanzierung erfolgt mit Mitteln des Landes und des Europäischen Sozialfonds (ESF).

Über weitere Aktionen und Termine informiert die Internetseite zur Landesinitiative.

Weitere Informationen zu den einzelnen Themen:

Prinzip "Gleicher Lohn für gleiche Arbeit" für Frauen und Männer durchsetzen

Um das Prinzip "Gleicher Lohn für gleiche Arbeit" durchzusetzen, braucht es geeignete Analyseinstrumente: Die Kreisverwaltung Unna hat im Auftrag des NRW-Arbeitsministeriums erstmals Verfahren erprobt, um den Entgeltunterschied zwischen Frauen und Männern im öffentlichen Dienst in Nordrhein-Westfalen zu messen und zu analysieren. Das Ergebnis: Die bislang nur in der Privatwirtschaft angewandten Analyseverfahren sind auch auf den öffentlichen Dienst anwendbar.

Für faire Arbeitsbedingungen - Beratungsstellen für Beschäftigte aus Osteuropa in Düsseldorf und Dortmund

Arbeitnehmerfreizügigkeit fair gestalten - das Projekt unterstützt Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer aus osteuropäischen EU-Staaten, die im Zuge der EU-Arbeitnehmerfreizügigkeit nach NRW gekommen sind. Die Beratungsstellen sind an den Standorten Düsseldorf und Dortmund. Die Beratung ist kostenlos und mehrsprachig.

 

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