Erwerbslosenberatung

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Gespeichert von migration am 1. Oktober 2014
Foto: Zwei Frauen unterhalten sich

Arbeitslos, erwerbslos? Unabhängige Beratungsstellen als Begegnungsort und Wegweiser

Erwerbslosenberatungsstellen und Arbeitslosenzentren in Nordrhein-Westfalen

(Langzeit)arbeitslose Menschen benötigen Unterstützung. Das NRW-Arbeitsministerium fördert deshalb Erwerbslosenberatungsstellen und Arbeitslosenzentren. Die Einrichtungen arbeiten unabhängig. Landesweit bieten sie Beratung zur beruflichen Entwicklung und informieren über Qualifizierungs- und Beschäftigungsmöglichkeiten. Als Lotsen eröffnen sie Zugang zu weiteren Hilfsangeboten.

Erwerbslosenberatungsstellen und Arbeitslosenzentren - Ort der Begegnung und Wegweiser für die berufliche Entwicklung

Arbeitslose Menschen, vor allem diejenigen, die von Langzeitarbeitslosigkeit betroffen sind, benötigen Hilfe und Unterstützung. In Nordrhein-Westfalen gibt es deshalb die unabhängigen Erwerbslosenberatungsstellen und Arbeitslosenzentren. Die Einrichtungen bieten einzelfallbezogene Beratung zur beruflichen Entwicklung an und informieren über Qualifizierungs- und Beschäftigungsmöglichkeiten. Als Lotsen eröffnen sie Zugang zu weiteren Hilfs- und Beratungsangeboten.

Das Beratungsangebot richtet sich an erwerbslose Menschen, unabhängig davon, ob sie Arbeitslosengeld beziehen. Dazu zählen auch Berufsrückkehrende sowie ältere Erwerbslose, von Arbeitslosigkeit bedrohte Menschen und Beschäftigte mit aufstockenden SGB II-Leistungen.

Was unterscheidet die beiden Einrichtungen:

  • Arbeitslosenzentren ermöglichen Begegnungsmöglichkeiten und soziale Kontakte für erwerbslose Menschen und informieren über weiterführende Beratungsangebote. Sie sind ein Ort der Begegnung, vor allem für Langzeitarbeitslose, und sollen einer Vereinsamung vorbeugen. Viele Arbeitslosenzentren haben zudem einen Computerraum und bieten die Möglichkeit, im Internet nach Stellen zu recherchieren oder Bewerbungsunterlagen zu erstellen.
  • Erwerbslosenberatungsstellen bieten Ratsuchenden Unterstützung bei ihrer weiteren beruflichen Entwicklung an. Als Wegweiser informieren sie über Qualifizierungs- und Beschäftigungsmöglichkeiten, beraten in persönlichen Konfliktsituationen und bieten Unterstützung bei rechtlichen Fragen. Die individuellen Einzelberatungen verfolgen dabei einen ganzheitlichen Beratungsansatz, um so den oft vielfältigen Problemlagen arbeitsloser Menschen wirklich gerecht werden zu können.

Die nordrhein-westfälische Landesregierung stellt für die Förderung der Einrichtungen jährlich fünf Millionen Euro aus Mitteln des Landes und des Europäischen Sozialfonds zur Verfügung.

Beratungsstellen vor Ort finden - Online-Tool

Für erwerbs- und arbeitslose Menschen bieten derzeit insgesamt 73 Erwerbslosenberatungsstellen und 78 Arbeitslosenzentren  in Nordrhein-Westfalen schnelle und kompetente Unterstützung. Damit ist sichergestellt, dass in jedem Kreis und in jeder kreisfreien Stadt mindestens eine Beratungsstelle und ein Arbeitslosenzentrum Ratsuchenden weiterhelfen können.

Gute Praxis – Arbeitslosenberatung in Mönchengladbach und Ibbenbüren

Arbeitslosenzentrum und Erwerbslosenberatung sind in Mönchengladbach unter einem Dach zusammengefasst und werden in gemeinsamer Trägerschaft des „Arbeitslosenzentrum Mönchengladbach e.V.“ betrieben. „Arbeitsplatzverlust bedeutet mehr als nur den Verlust von Einkommen“, so Karl Sasserath, Leiter der Einrichtung in Mönchengladbach.

Arbeitslosenzentrum und Erwerbslosenberatungsstelle befinden sich in Ibbenbüren/Kreis Steinfurt ebenfalls unter einem Dach. Träger ist der Förderkreis für Ausländer-, Integrations- und Bildungsarbeit e.V., ein gemeinnütziger Verein, der das gemeinsame Begegnungszentrum Ibbenbüren betreibt. „Arbeitslose und von Arbeitslosigkeit bedrohte Beschäftigte wissen oft nicht, wie es weitergeht“, so Anne Lahrmann, stellvertretende Geschäftsführerin im Begegnungszentrum.

Fachliche Begleitung durch die Gesellschaft für innovative Beschäftigungsförderung (G.I.B.)

Im Rahmen eines Qualitätssicherungskonzeptes wird die kontinuierliche Weiterqualifizierung der Einrichtungen und der Beraterinnen und Berater sowie deren Erfahrungsaustausch untereinander sichergestellt. Die Landesberatungsgesellschaft G.I.B. begleitet dabei mit einem umfassenden Beratungs- und Fortbildungsservice.

Auf Wunsch und Anfrage bietet die G.I.B. u.a. Einzelberatungen sowohl für die beteiligten Träger als auch für die Beraterinnen und Berater an. Ergänzend zu den G.I.B.- Fachveranstaltungen haben viele Regionen Runde Tische organisiert, um so den Erfahrungsaustausch zwischen den Einrichtungen zu gewährleisten. G.I.B.-Beraterin Anne Gollenbeck erläutert im Interview das Förderangebot und bisherige Umsetzungserfahrungen.
Arbeitpapiere der G.I.B. informieren Akteure und Akteurinnen zur praktischen Umsetzung.

Evaluation des Landesprogramms

Der Evaluationsbericht zum Landesprogramm bestätigt die hohe Qualität des Unterstützungsangebots. Die Erwerbslosenberatungsstellen haben eine wichtige Lotsenfunktion und unterstützen die Erweiterung von Hilfenetzwerken vor Ort. Die Arbeitslosenzentren tragen vor allem zur Verhinderung von Vereinzelung, zur sozialen Stabilisierung und zur Hilfe zur Selbsthilfe bei.

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