Aufbau und Organisation

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Ministerium für Arbeit, Integration und Soziales mit dem Rheinturm in Düsseldorf

Aufbau und Organisation der Arbeitsschutzverwaltung NRW

Fachpolitische Steuerung - Das Arbeitsministerium

Das Ministerium für Arbeit, Integration und Soziales Nordrhein-Westfalens konzentriert sich auf die arbeitsschutzpolitische Steuerung und die fachliche Ausrichtung der Arbeitsschutzverwaltung. Es sorgt dafür, dass die Beschäftigten der Arbeitsschutzverwaltung ihr Handeln an den fachpolitischen Zielsetzungen orientieren.

Das Arbeitsministerium hat die unmittelbare Fachaufsicht über die Arbeitsschutzdezernate der Bezirksregierungen und das Landesinstitut für Arbeitsgestaltung. Dabei setzt es Schwerpunkte und gibt die Leitlinien für die Wahrnehmung der Aufgaben vor. Das Ministerium führt die fachpolitische Diskussion mit relevanten Vertreterinnen und Vertretern aus Politik,  Wirtschaft und Öffentlichkeit und sucht die Kooperation mit wichtigen Partnerinnen und Partnern.

Das Ministerium wirkt bei der Erarbeitung gesetzlicher und untergesetzlicher Regelungen von Europäischer Union, Bund und anderen für den Arbeitsschutz relevanten Institutionen mit und sichert so die Berücksichtigung nordrhein-westfälischer Interessen bei landesübergreifenden Verfahren. Dabei setzt sich das Ministerium für einen bundeseinheitlichen Vollzug der Arbeitsschutzvorschriften ein und engagiert sich für ein einfaches und verständliches Regelwerk.

Durch die Mitgliedschaft im Länderausschuss für Arbeitsschutz und Sicherheitstechnik und in anderen Bund/Länder-Arbeitsgremien, wie der Bund/Länder-Arbeitsgemeinschaft Chemikaliensicherheit, wirkt das Ministerium bei der Abstimmung länderübergreifender einheitlicher Grundsätze des Vollzugs mit. Es vertritt die Interessen Nordrhein-Westfalens bei der strategischen Ausrichtung der Gemeinsamen Deutschen Arbeitsschutzstrategie und trägt dafür Sorge, dass die Arbeitsschutzverwaltung ihren Beitrag für die gemeinsamen Ziele leistet.

Arbeitsschutz vor Ort sicherstellen - Die Bezirksregierungen

Die Bezirksregierungen sichern die Qualität des Arbeitsschutzes in der Region durch ihre Arbeitsschutzdezernate. Sie nehmen in dieser Funktion hoheitliche Aufgaben im Arbeitsschutz wahr. Die Arbeitsschutzdezernate in den Bezirksregierungen

  • überwachen die Betriebe, gehen Arbeitnehmerbeschwerden nach und untersuchen Unfälle,
  • führen Genehmigungs- und Anzeigeverfahren durch,
  • ordnen Arbeitsschutzmaßnahmen an und setzen sie - falls nötig - mit Verwaltungszwang durch,
  • ahnden Verstöße gegen Arbeitsschutzvorschriften und unterstützen fachlich die Strafverfolgungsbehörden.

Die Bezirksregierungen informieren die Betroffenen und weisen auf weiterführende Beratungsangebote hin. Bei Genehmigungs- und Anzeigeverfahren arbeiten die Bezirksregierungen dienstleistungsorientiert: Sie informieren Antragssteller bei Bedarf zum Verfahren und wirken auf kurze Bearbeitungszeiten hin. Um den Überwachungsauftrag effizient auszuführen, nutzen sie Kooperationsmöglichkeiten mit allen im Arbeitsschutz Beteiligten und arbeiten in regionalen Netzwerken mit.

Zu den Aufgaben der Bezirksregierungen gehören insbesondere die operative Umsetzung der nordrhein-westfälischen Arbeitsschutzstrategie und die Teilnahme an den Arbeitsprogrammen im Zusammenhang mit der Gemeinsamen Deutschen Arbeitsschutzstrategie.

Beratung und Unterstützung der Arbeitsschutzverwaltung - Das Landesinstitut für Arbeitsgestaltung NRW

Das Landesinstitut für Arbeitsgestaltung (LIA.NRW) berät und unterstützt die Landesregierung und die Dienststellen des staatlichen Arbeitsschutzes des Landes Nordrhein-Westfalen in Fragen der Sicherheit und Gesundheit in der Arbeitswelt. Dazu beobachtet das Landesinstitut für Arbeitsgestaltung den Stand von Forschung und Wissenschaft und entwickelt zielgruppenorientierte Konzepte für eine nachhaltige Präventionskultur im Rahmen der Ziele der Arbeitsschutzverwaltung.

Das Landesinstitut für Arbeitsgestaltung verfolgt einen aktiven, auf Prävention ausgerichteten Ansatz. Es bietet insbesondere kleinen und mittleren Unternehmen Beratung und Hilfestellung mit dem internetgestützten Werkzeug KomNet an und unterstützt die Arbeitsschutzverwaltung bei landesweiten Aktionen.

Das Landesinstitut für Arbeitsgestaltung ist die für den medizinischen Arbeitsschutz zuständige Stelle in Nordrhein-Westfalen und wirkt in dieser Funktion als neutrale staatliche Stelle an der Feststellung von Berufskrankheiten mit.

Als Geräteuntersuchungsstelle des Landes Nordrhein-Westfalen überprüft das LIA.NRW regelmäßig die Qualität und Sicherheit von Geräten und Produkten.

Darüber hinaus ist die Inkorporationsmessstelle des LIA.NRW eine behördlich bestimmte Inkorporationsmessstelle - akkreditiert durch die Deutsche Akkreditierungsstelle DAkkS - zum Nachweis von in den Körper aufgenommenen radioaktiven Stoffen.

Arbeitsschutz-Akteure im Überblick

Gemeinsam Probleme lösen

Kooperation ermöglicht schnelle Problemlösungen. Die enge Zusammenarbeit der Arbeitsschutzakteure ist deshalb ein wichtiges Anliegen der nordrhein-westfälischen Arbeitsschutzverwaltung.

Die Arbeitsschutzverwaltung in Nordrhein-Westfalen stellt sich auch solchen Herausforderungen, die sehr komplex sind und eine intensive Kooperation zwischen den unterschiedlichen Akteuren erfordern. Wichtige Themenfelder sind beispielsweise die wachsenden psychischen Fehlbelastungen, die Auswirkungen des demografischen Wandels auf die Arbeitswelt oder die betriebliche Gesundheitsförderung.
Um Sicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz zu sichern und zu fördern, sind unterschiedliche Akteure beteiligt. Ihre Aufgaben, Rechte und Pflichten sind klar verteilt:

  • Staatliche Arbeitsschutzverwaltung: Überwachung und Beratung
  • Berufsgenossenschaften: Maßnahmen der Prävention zur Verhinderung von Arbeitsunfällen und Berufskrankheiten
  • Arbeitgeber, Beschäftigte und ihre Verbände: Gestaltung des betrieblichen Arbeitsschutzes
  • Betriebliche und außerbetriebliche Arbeitsschutzexpertinnen und –experten: Beratung von Arbeitgebern und Beschäftigten im Arbeitsschutz
  • Kommunale Behörden: Überprüfen z.B. Chemikalien im Einzelhandel
  • Gesellschaftliche Gruppen und Institutionen wie z.B. Krankenkassen: Verbesserung der Prävention.

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