Arbeit und Ausbildung für Geflüchtete

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Junger Migrant mit Kollegen - Bauhandwerk Ausbildungszentrum

Geflüchtete Menschen in NRW: Integrieren in Arbeit und Ausbildung – frühzeitig Perspektiven schaffen

NRW-Landespolitik unterstützt und begleitet geflüchtete Menschen mit Bleibeperspektive – Integration in Arbeit und Ausbildung zentrale Aufgabe

In Nordrhein-Westfalen ist die Förderung von Integration und Teilhabe ein wichtiges Anliegen – das gilt auch für geflüchtete Menschen, die in NRW ankommen und eine gute Bleibeperspektive haben. Entscheidend ist, dass die Integration in Arbeit und Ausbildung gelingt, auch durch einen möglichst frühen Zugang zum Arbeitsmarkt. Die Landesregierung bündelt dafür alle Kräfte und schafft Perspektiven für ein erfolgreiches Ankommen in NRW.

Landespolitik stellt sich Herausforderungen – Programme und Maßnahmen unterstützen

Aktuell verlassen viele Menschen ihre Heimat wegen Krieg, Verfolgung oder anderen Notsituationen und suchen Schutz - in Europa, in Deutschland und auch in Nordrhein-Westfalen. Um auf diese Herausforderung angemessen zu reagieren, hat das Land NRW verschiedene Maßnahmen und Hilfsangebote auf den Weg gebracht. NRW investiert dabei so viel wie kein anderes Bundesland in die Integration von Geflüchteten: Rund vier Milliarden Euro hat die Landesregierung für das Jahr 2016 veranschlagt, davon gehen mehr als die Hälfte gehen an NRW-Kommunen.

Damit aus Zuflucht eine gelungene Zuwanderung wird, von der alle profitieren, ist eine erfolgreiche Integration in Arbeit und Ausbildung eine zentrale Aufgabe. Das NRW-Ministerium für Arbeit, Integration und Soziales (MAIS) stellt sich dieser Herausforderung und unterstützt mit geeigneten Angeboten und Programmen die notwendigen Integrationsprozesse. Entscheidend kommt es darauf an, die vorhandenen Strukturen, Instrumentarien und Vorhaben für die Gruppe der Geflüchteten mit (guter) Bleibeperspektive zu öffnen und koordiniert bereitzustellen. Nordrhein-Westfalen ist dabei auf gutem Wege.

Um den Integrationsprozess frühzeitig zu beginnen, werden zusammen mit der Regionaldirektion NRW der Bundesagentur für Arbeit und den Kommunen landesweit gemeinsamen Anlaufstellen zur Arbeitsmarktintegration von Flüchtlingen eingerichtet. Diese „Integration Points“ bündeln die Kompetenzen der Agenturen für Arbeit und der Jobcenter mit den lokalen Sozialämtern und den Ausländerbehörden. Die ersten Anlaufstellen in Düsseldorf, Herford, Dortmund und Ahlen-Münster haben die Arbeit aufgenommen.

(Junge) Geflüchtete in Arbeit und Ausbildung integrieren – Leitlinien der Landespolitik

Für die NRW-Landespolitik ist es ein wichtiges Anliegen, geflüchtete Menschen, insbesondere die große Gruppe der Jüngeren zwischen 16 und 35 Jahren, in Arbeit und Ausbildung zu integrieren. Im Interview beschreibt Ingrid Schleimer für das NRW-Arbeitsministerium die Handlungsbedarfe und benennt Wege und Ansatzpunkte. Mit dem Landesvorhaben „Kein Abschluss ohne Anschluss“ (KAoA) steht bereits ein etabliertes System der Berufs- und Studienorientierung bereit, welches auch jungen Geflüchteten offensteht und etwa in den Berufskollegs fortgesetzt wird.

Aktion „NRW – Das machen WIR!“ - Initiativen und Erfolgsgeschichten

Im Rahmen der Aktion „NRW – Das machen WIR! Integration von Geflüchteten in Arbeit und Ausbildung“ stellt die Gesellschaft für innovative Beschäftigungsförderung (G.I.B.) Menschen, Initiativen und Erfolgsgeschichten vor. Gezeigt werden kluge Lösungen zur Integration von Geflüchteten und es kommen die beteiligten Akteure und Akteurinnen zu Wort. Die Website zur Aktion bildet eine Landkarte der guten Ideen und engagierten Aktionen ab, die zeigen: Integration in Arbeit und Ausbildung lässt sich erfolgreich gestalten – Geschichten aus NRW, die Mutmachen und Verunsicherung entgegenwirken. Gefördert wird die Aktion aus Mitteln des Landes und des Europäischen Sozialfonds.

"NRW kann Integration“ - das zeigt die Zwischenbilanz zur Landesaktion "NRW. Das machen WIR!“. Bereits mehr als 100 beispielhafte Projekte in ganz Nordrhein-Westfalen unterstützen geflüchtete Menschen auf dem Weg in Arbeit und Ausbildung. Einige Highlights der Aktion präsentierte Arbeits- und Integrationsminister Rainer Schmeltzer auf einer Bilanz-Veranstaltung in Düsseldorf.

Auf Regionalveranstaltungen informiert sich Arbeitsminister Rainer Schmeltzer vor Ort über Beispiele des Engagments. Zwei Fotogalerien dokumentieren den Ministerbesuch zum Auftakt in Remscheid und bei der Regionalveranstaltung in Dortmund.

Die Firma UNICBLUE ist eine Agentur für Kommunikation und Messe-Bau und hat drei junge Flüchtlinge als Auszubildende eingestellt. Ein Video zeigt, wie das Unternehmen aus Gelsenkirchen die Integration in Ausbildung und Arbeit ermöglichte. Unternehmer und Auszubildende berichten von ihren Erfahrungen.‬‬

Junge Geflüchtete – Arbeitshilfe der G.I.B. für Fachleute und Beratende

Um junge Geflüchtete in Arbeit und Ausbildung zu integrieren, stehen zentrale Angebote bereit. Dazu gehören die Sprachförderung ebenso wie Maßnahmen zu Ausbildungsvorbereitung und Beratung. Die Arbeitshilfe der G.I.B. gibt interessierten Fachleuten eine schnelle Übersicht über Angebote und Förderinstrumente und wird regelmäßig aktualisiert.

Weitere Informationsangebote des NRW-Arbeitsministeriums

"Demokratie für mich“ ist der Titel einer Broschüre, die in der politischen Bildungsarbeit mit Flüchtlingen in Nordrhein-Westfalen eingesetzt wird. Das 32 Seiten starke Heft soll Flüchtlinge, aber auch bereits länger in Deutschland lebende Menschen mit demokratischen Grundrechten vertraut machen. Entwickelt wurde die Broschüre von der Landeszentrale für politische Bildung in Zusammenarbeit mit dem Ministerium für Arbeit, Integration und Soziales (MAIS). Der Leitfaden ist in einfacher Sprache gehalten und wird in den Flüchtlingsunterkünften im Land verteilt, aber auch in der Quartiersarbeit der Landeszentrale und des MAIS eingesetzt.

Ankommen in NRW: Das NRW Arbeits- und Integrationsministerium hat mit Unterstützung von weiteren Ministerien und Akteuren in der Flüchtlings- und Integrationsarbeit die Broschüre „Ankommen in Nordrhein-Westfalen – Erste Schritte zur Orientierung in unserem Land“ erarbeitet. Die Broschüre ist auch in den Sprachen Französisch, Englisch, Farsi, Arabisch, Tigrinisch, Urdu und Dari verfügbar.

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