Arbeit fair gestalten – Potentiale nutzen

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Mann und Frau in Blauer Arbeitskleidung geben sich die Hand

Arbeit fair gestalten – Potentiale nutzen

Arbeit und Ausbildung sind der zentrale Schlüssel für gesellschaftliche und soziale Teilhabe. Die Landesarbeitspolitik in Nordrhein-Westfalen will nachhaltige berufliche Perspektiven eröffnen, die Situation auf dem Arbeits- und Ausbildungsmarkt verbessern und dazu beitragen, die Arbeitslosigkeit abzubauen.

Arbeit und Beschäftigung

NRW – Land der fairen Arbeit: Immer mehr Menschen arbeiten in unsicheren und schlecht bezahlten Beschäftigungsverhältnissen: in Minijobs, in Leiharbeit, mit Schein-Werkverträgen und zu Niedriglöhnen. Gemeinsam mit Unternehmern, Gewerkschaft und Einzelpersönlichkeiten hat das NRW-Arbeitsministerium deshalb die Landesinitiative „Faire Arbeit – fairer Wettbewerb“ gestartet mit dem Ziel, die Arbeitsbedingungen in Minijobs zu verbessern, Leiharbeit fair zu gestalten, den Missbrauch von Werkverträgen zu verhindern und faire Löhne zu sichern.

Fachkräftesicherung: Globaler Wettbewerb, technologischer Wandel und demografische Entwicklung werden auch in Nordrhein-Westfalen zu enormen Herausforderungen bei der Sicherung von Fachkräften führen. Mit der Fachkräfteinitiative stellt sich die Landesregierung NRW einer zentralen Zukunftsaufgabe. Die Potentiale von – häufig hochqualifizierten – Einwanderinnen und Einwanderern sind dabei eine wichtige Ressource. Das Landesgesetz zur Anerkennung im Ausland erworbener Qualifikationen eröffnet verbesserte Chancen für ein einheitliches und rasches Verfahren zur Berufsanerkennung.

Wege in Arbeit finden: Die arbeitsmarktpolitischen Aktivitäten des Landes Nordrhein-Westfalen fördern Zielgruppen mit besonderen Problemen und helfen bei der Integration in den Arbeitsmarkt. Zu den Förderangeboten und -programmen gehören u.a. Arbeitslosenberatung, Unterstützung für die Berufsrückkehr, Öffentlich geförderte Beschäftigung, Beschäftigtentransfer sowie Integrationsangebote für arbeitslose Jugendliche und (schwer-)behinderte Menschen. Im Rahmen der Umsetzung der Grundsicherung für Arbeitsuchende (SGB II) sind die Sicherung einer menschenwürdigen Existenz, die soziale Stabilisierung und die Verbesserung der Beschäftigungsfähigkeit von besonders arbeitsmarktfernen Personen besondere Schwerpunkte der landespolitischen Aktivitäten. Vorrangiges Ziel ist es, die Langzeitarbeitslosigkeit zurückzudrängen und die Verfestigung von Arbeitslosigkeit und Armut zu verhindern.

Beschäftigung fördern: Die NRW-Arbeitspolitik leistet mit Förderangeboten für Betriebe und Beschäftigte einen wichtigen Beitrag zur Sicherung von Arbeitsplätzen und zur Stärkung des Wirtschaftsstandortes Nordrhein-Westfalen. Die Potentialberatung zur betrieblichen Weiterentwicklung, der Bildungsscheck für die berufliche Weiterbildung und die Beratung zur beruflichen Entwicklung sind zentrale Angebote für Beschäftigte und Betriebe.

Arbeitsschutz

Gesunde Unternehmen benötigen gesunde Beschäftigte. Betriebe, die gesundheitsgerechte Arbeitsbedingungen schaffen, erhöhen nicht nur die Lebensqualität und Motivation ihrer Beschäftigten, sondern auch ihre Produktivität. Die Arbeitsschutzverwaltung in Nordrhein-Westfalen überwacht die Arbeitsbedingungen in den Betrieben. Sie hat das Ziel, die Gesundheit der Beschäftigten bei der Arbeit zu schützen und zu fördern, und ist Ansprechpartner bei Fragen und Problemen. Mehr Informationen zu Arbeitsschutz und Arbeitsgestaltung.

Wettbewerb in der Zukunft wird in erster Linie ein Wettbewerb um Arbeitskräfte sein. Mit dem Fördern und Nutzen der vielfältigen fachlichen, sozialen und interkulturellen Potenziale ihrer Beschäftigten sowie der Berücksichtigung ihrer alters- und gesundheitsbezogenen Bedürfnisse legen die Unternehmen einen wichtigen Grundstein für bleibende Wettbewerbsfähigkeit. Mit der Initiative „Arbeit Gestalten NRW“ werden wir gemeinsam mit den Partnern im gleichnamigen Landesbeirat die Unternehmen für diese Herausforderungen der modernen Arbeitswelt sensibilisieren.

Übergang von der Schule in den Beruf 

Kein Abschluss ohne Anschluss: Junge Menschen haben zum Beginn ihres Arbeitslebens eine faire Chance verdient. In Nordrhein-Westfalen setzt sich die Landesregierung dafür ein, die Wege in Ausbildung und Studium nachhaltig zu verbessern. „Kein Abschluss ohne Anschluss“ ist eines der wichtigsten Landesvorhaben und verbessert nachhaltig den Übergang von der Schule in den Beruf. Die Neugestaltung des Übergangs Schule-Beruf ist ein wichtiges Element präventiver Jugend-, Sozial-, Wirtschafts- und Arbeitsmarktpolitik und wird landesweit ausgebaut. An der Umsetzung wirken viele Partner und Akteure mit, auf Landesebene wie auf kommunaler Ebene, aus Wirtschaft und Schule.

Förderangebote für eine qualifizierte Ausbildung: Mit einer Reihe von Initiativen und Förderangeboten unterstützt die Landesregierung beim Einstieg in eine qualifizierte Ausbildung. Die duale Ausbildung ist für die meisten Jugendlichen nach wie vor der entscheidende Schritt in den Beruf. Gestärkt werden auch Unternehmen, die mitmachen und sich für die Ausbildung engagieren. Unterstützt werden etwa die Verbundausbildung, die Teilzeitberufsausbildung sowie die Ausbildung von jungen Menschen mit Behinderung.

Der Europäische Sozialfonds (ESF) ist für die arbeitsmarktpolitischen Aktivitäten des Landes Nordrhein-Westfalen unverzichtbar und wird vernetzt mit den regionalen Akteuren umgesetzt.
 

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